Die Sicherheit und die Wohlfahrt

 

 

Wir denken, dass wir dem Punkt Sicherheit einen nicht so hohen Stellenwert beimessen sollten. Da wir von Anfang an mit der Maxime eines humanitären Dorfes auftreten und damit Freiheit, Frieden und Souveränität ausstrahlen, werden sich unsere freiwilligen Einwohner dieser Maxime anschließen. Dennoch werden wir einen unbewaffneten „Schutzmann“ benennen, der als Freund und Helfer den Bewohnern das Gefühl der Sicherheit gibt und jederzeit im öffentlichen Raum zur Verfügung steht.

 

Da wir den kompletten Ort zur verkehrsberuhigten Zone erklären und somit nur Schrittgeschwindigkeiten zulassen, ist kaum mit größeren Unfällen zu rechnen. Kinder können unbesorgt auf der Straße spielen und Fußgänger können sie sorglos nutzen. Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen steht unser Dorfpolizist direkt bereit. Selten wird es zu Verletzungen führen, aber auch hier haben wir mit der Krankenstation und einem Arzt, der auch als Notarzt zur Verfügung steht, vorgesorgt. Dies gilt auch für Unfälle abseits des Verkehrs.

 

Einwohner mit Rollstuhl, Kinderwagen, Rollator und dgl. haben somit niemals Probleme Bürgersteige überwinden zu müssen, was ebenfalls die Unfallgefahr eindämmt. Das Parken von Fahrzeugen findet in der Regel nur auf den bewohnten Grundstücken statt – nicht an den Straßenrändern.

 

Die Straßenreinigung (besonders im Herbst und Winter) obliegt nicht nur den Bewohnern, sondern auch den von uns hierfür abgestellten Mitarbeitern der Gemeinschaft. Somit wollen wir den älteren Einwohnern das Risiko (feuchtes Laub, Glatteis, usw.) eines Unfalls nehmen.

 

Wir beabsichtigen auch nicht mit Bußgeldern oder anderen Strafen zu operieren – vielmehr appellieren wir an die Vernunft der Bewohner. Sollte sich wider Erwartens ein Bürger einer größeren Straftat schuldig machen, so wird er durch Gemeinschaftsbeschluss bei einem nahen Gericht angezeigt. Je nach Straftat wäre dann auch zu entscheiden, ob er weiter Mitglied der Gemeinschaft bleiben kann. Für kleinere Straftaten wird in unserem Ort ein Schlichter zur Verfügung stehen, der mit allen Parteien eine Einigung bzgl. Wiedergutmachung erzielen wird. An Strafen ist auch in diesem Falle nicht gedacht.

 

Was die finanzielle Sicherheit und nicht zuletzt auch die Wohlfahrt angeht, so werden wir jedem Bewohner eine Einnahmequelle bieten, die sich in Form seiner Arbeitsleistung auswirkt. Es werden keine Mieten gefordert und selbst beim Einkauf lebensnotwendiger Mittel werden die Bewohner geringe Preise zahlen. Soweit ältere Menschen seitens des Staates keine Rente oder anderweitige Mittel erhalten, werden wir auch diese in der Form finanziell unterstützen, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen können.

 

Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge werden in unserem Dorf keinen Platz haben, denn diese sozialen Leistungen werden von der Gemeinschaft getragen. Es wird, wie schon erwähnt, bei uns keine Arbeitslosen geben. Das Gesundheitszentrum mit ihren Ärzten, Hebammen und Heilpraktikern steht jedem Bewohner kostenfrei zur Verfügung.

 

Erwähnenswert ist noch, dass wir auch die Altenpflege berücksichtigen. Dafür werden im Dorf speziell ausgebildete Kräfte installiert, die einen ambulanten Hilfsdienst bereitstellen. Da wir ein Mehrgenerationendorf sind, ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendein älterer Bewohner jemals ein Pflege- oder Altenheim aufsuchen muss.

 

So ist es jedenfalls unsererseits angedacht und schlussendlich soll dies alles innerhalb der Gemeinschaft auf Machbarkeit geprüft und beschlossen werden.