Die Idee und die Positionierung

 

 

Dieses Dorfprojekt kann in unbegrenzter Zahl weltweit nachempfunden werden. Es ist insbesondere darauf zu achten, dass es regionaler Anpassungen bedarf. Das Dorf wird über eine autarke umweltfreundliche Energieversorgung verfügen. Die hierfür erforderliche Technologie ist entwickelt und wird im eigenen Betrieb selbst hergestellt. Weiter erfolgt ein umweltfreundlicher Wohnungsbau.

 

Der Lebensmittelpunkt einer zukünftigen menschlichen Gemeinschaft wird sich in einer freien und selbst bestimmten Lebensart verwirklichen. Die räumliche Gliederung einer Ansiedlung hat erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung eines Dorfes und bestimmt maßgeblich die Attraktivität der Dorfgemeinde. Eine harmonische Gestaltung liegt vor, wenn sich Funktionalität, Zweckmäßigkeit, Charakter, Lebensqualität und Architektur im Einklang befinden. Das kann gelingen, indem Architekten als Planer und die späteren Nutzer wie Gewerbetreibende, Landwirte, Naturfreunde und die dort lebenden Menschen von Beginn an in die Planung eingebunden werden.

 

Einen grundsätzlichen Lösungsansatz kann es nicht geben. Zu vielfältig sind Bedürfnisse, landschaftliche Gegebenheiten hinsichtlich der Höhengliederung, Vegetation, Weiher, Seen, Wasserläufe und sogar Felsen, die sinnvollerweise Bestandteil eines Bebauungsplanes werden. Auch die Nutzung wird maßgeblich von örtlichen Gegebenheiten bestimmt. Wir wollen historisch gewachsene Siedlungen nachvollziehen. Es gab immer eine erste Bebauung zum Beginn einer Ansiedlung, die sich in der weiteren Dorfentwicklung als Zentrum herausgebildet hat.

 

Nach unserer Auffassung repräsentiert die Dorfmitte das gesellschaftliche Zentrum der Ansiedlung. Was zur Dorfmitte gehört, kann in unserem Projekt nur angenommen werden und ist unter konkreten Bedingungen und Bedürfnissen zu gestalten. Die Dorfmitte definiert sich über einen Dorfplatz ggf. mit einem vom Dorfbach gespeisten Weiher. Ausladende Bäume (Linden, Ahorn, Kastanien und Eichen, keine Exoten) spenden Schatten. An geeigneter Stelle steht der Maibaum und zu Weihnachten ein beleuchteter Weihnachtsbaum, der Kinderherzen höherschlagen lässt. Der Dorfplatz hat vorzugsweise eine Kreisform, die auch elliptisch ausgeweitet sein darf und ist vom Kleinhandel und Gewerbetreibenden mit Selbstvermarktung umringt. Vor den Läden wird es etwas Fläche geben, auf dem Gewerbetreibende bei schönem Wetter auch ihre Waren feilbieten. Das jeweilige Gewerbe wird durch zunftgemäße Transparente an der Fassade schon von Weitem erkennbar sein. Eine Gaststätte mit Biergarten darf nicht fehlen. Und man sollte auch die kleine Eckkneipe nicht vergessen. Der Sitz des Bürgermeisters in einem kleinen Rathaus gehört dazu.

 

In der Mitte unseres Dorfes werden Möglichkeiten geschaffen, die allen Dorfmitgliedern für Zusammenkünfte bereitsteht. Hier können auch von jedermann Vorträge gehalten werden, die im Sinne der Dorfgemeinschaft sind. So wird diese Begegnungsstätte auch mit entsprechender Technik ausgestattet. Anfangs dient dieser Treffpunkt den Einwohnern und Interessenten beim Bewusstseinswandel und Aufwachprozess ins neue Zeitalter.

 

Es wird eine Post geben mit hoheitlichen Rechten und Pflichten. Der Dorfpolizist dürfte ebenfalls seine Berechtigung haben. Das Lebensmittelgeschäft, Bäckerei und Fleischerei dürfen nicht fehlen. Die Häuser um den Dorfplatz sind in Kombination von Produktion, Verkauf und Wohnung des Betreibers zu errichten. Schon allein deshalb werden diese den Dorfplatz säumenden Häuser ihm Eindruck verleihen und etwas größer sein. Selbst eine kleine Markthalle für Lebensmittel kann man im Dorfzentrum eingliedern, indem man in die Tiefe des Rückraumes baut und somit die erforderliche Fläche schafft. Die Architektur der Gewerbehäuser nimmt auch auf das jeweilige Gewerbe Bezug. Die Belieferung der Geschäfte wird an deren Rückseite erfolgen, was eine geeignete Zufahrt voraussetzt.

 

Die Gliederung der Gemeinde außerhalb der Dorfmitte wird maßgeblich durch die örtlichen Gegebenheiten bestimmt. Es kann je nach Landschaft Kreis- oder Linienform sein. Auch etwas anderes. Der Flächenverbau durch Straßenbefestigungen und Straßenbreiten sind auf den unbedingt erforderlichen Umfang einzuschränken. Ungebundenem Straßenpflaster ist der Vorzug zu geben. Bodenständige Bäume säumen Straßen, Wege und Plätze. Oberflächenwasser gehört nicht in die Kanalisation und wird dem Dorfbach zugeführt.

 

Eine Unterkellerung der Wohnhäuser ist grundsätzlich nicht vorgesehen, allerdings nicht ausgeschlossen. Die Höhe der Gebäude und deren Dachform entsprechen dem regionalen Stil. Die Wohnhäuser sind vornehmlich ebenerdig mit ausgebautem Dachgeschoß. Zweigeschossige Häuser sollten jedoch die Bebauung auflockern und größeren Familien bis zu drei Generationen ausreichend Wohnraum bieten.

 

Der Konzeption liegt eine Dorfgröße von ca. 2.500 Menschen (Einwohnern) zugrunde. Diese Größe kann hinsichtlich Ansiedlung, Bausubstanz und Infra-Struktur nur schrittweise erreicht werden. Die Struktur der Einwohner sollte sich über alle Altersklassen erstrecken. So sollte dies wie in früheren Zeiten dazu führen, dass sich die Mehrgenerationen-Bewohner gegenseitig inspirieren und helfen. Ältere und behinderte Menschen, die keiner Arbeit mehr nachgehen können, werden von der Gemeinschaft in allen Lebenslagen unterstützt. Die Senioren werden dafür gerne bereit sein, die Gemeinschaft mit ihrer Erfahrung und Weisheit zu unterstützen. Von Oma und Opa lernt man mehr als in jedem Kindergarten.

 

Selbst ein eigener Radio- und Fernsehkanal ist angedacht. Neuigkeiten aus dem Dorf lassen sich somit in jeden Haushalt senden. Ebenfalls können Sendungen bzgl. des Gemeinwesens und Reportagen in Sachen Bio-Anbau, Energieeinsparungen und dgl. die Einwohner informieren.

 

Die Infrastruktur ist wie folgt angedacht:

 

  • Die Landwirtschaft mit Bio-Anbauflächen und artgerechter Tierhaltung ist Bestandteil dieses Projektes.

 

  • Die Einwohner werden angehalten, selbstständig Obst und Gemüse anzubauen. Überproduktionen können im Tauschhandel verwertet werden.

 

  • Die gesundheitliche Betreuung der Menschen steht im Mittelpunkt und wird in einer medizinischen Station durch Fachpersonal (Arzt, Heilpraktiker, Gemeindeschwester, Hebamme usw.) sichergestellt. Es wird darauf geachtet, die Gesundheit der Menschen auf natürliche Art und Weise zu erhalten.  

 

  • Im gemeinsamen Wirken der Dorfbewohner können Freizeiteinrichtungen wie Spielplätze, Sportstätten, Schwimmbad und dgl. ihre Verwirklichung finden.

 

  • Das Bildungswesen wird, soweit es die Gesetzeslage erlaubt, weitaus besser gestaltet, als es im bisherigen System war. So ist zukünftig darauf zu achten, dass Kinder sich frei entfalten und sich mehr ihren Veranlagungen widmen können. Eine Grundschule nach neuesten Erkenntnissen wird hier ihren Platz finden.

 

  • Für die religiösen Einwohner wird ein Raum geschaffen, in dem sie ihrem Glauben nachgehen können.

 

  • Bereichert wird das Dorf von freischaffenden Künstlern (Töpfer, Maler, Musiker, Schriftsteller, u.v.m.), die herzlich willkommen sind.

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