Die Arbeitsplätze

 

 

Mit unserem Projekt „autarkes Dorf“ werden bedarfsgerechte Arbeitsplätze hinsichtlich der Grundbedürfnisse geschaffen. Soweit sinnvoll wird es auch weitere Arbeitsplätze in der Dienstleistung, Handwerk, Gewerbe und Kunst geben, die nicht unbedingt Bestandteil einer autarken Versorgung sein müssen. Der Kreativität und den Ideen werden keine Grenzen gesetzt, sofern es im gesellschaftlichen und öffentlichen Interesse der Dorfgemeinschaft liegt. Im Dorf wird es definitiv keine Arbeitslosen geben. Es herrscht Vollbeschäftigung. Die Vollbeschäftigung erfolgt immer und ausschließlich unter dem Gesichtspunkt einer menschlichen, würdigen und erfüllten Lebensführung.

 

Das Primat ist das Leben, dem die Arbeit untergeordnet ist. Ein konkreter Umfang der erforderlichen Arbeitsleistung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden. Die Dorfgemeinschaft wird den Bedarf benennen und den dafür erforderlichen Arbeitsaufwand ermitteln. Ausschlaggebend wird auch sein, in welcher Art und Umfang die Gemeinschaft Leistungen kostenlos erbringen will.

 

Die folgenden Erhebungen sind ausschließlich Annahmen, die beispielhaft sein sollen. Bei unseren Ermittlungen gehen wir im Konzept von 2.500 Einwohnern aus. Davon werden voraussichtlich ca. 1.180 Einwohner uneingeschränkt tätig sein können. Vorstellbar ist eine Wochenarbeitszeit von ca. 20 Stunden. Wir empfehlen, dass Rentner bis ca. 70 Jahre, sofern diese in der Lage sind, täglich bis zu zwei Stunden für die Gemeinschaft tätig sein werden. Rentner über 70 Jahre sind ausschließlich freiwillig für die Gemeinschaft tätig. Sämtliche Tätigkeiten erfolgen auf Anforderung der Gemeinschaft mit konkreter Zuweisung einer Tätigkeit nach Befähigung und Eignung.

Alle Arbeitsleistungen werden bezahlt!

 

Letztendlich ist die Arbeitszeit an eine Jahresarbeitszeit gebunden, die sich aus der täglichen durchschnittlichen Arbeitszeit von beispielhaft vier Stunden (zwei Stunden Rentner) errechnet. Dadurch ist eine hohe Flexibilität gewährleistet. Der Bedarf ist nicht linear über das ganze Jahr verteilt. Es gibt sehr viele Gründe für einen abweichenden Arbeitskräftebedarf. Genannt sei hierfür die Fütterung der Tiere, das Melken sowie die Frühjahresbestellung und Ernte. Aber auch im Handwerk und der Industrie wird es erhöhten und weniger Bedarf geben. Mit einer Jahresarbeitszeit kann man flexibel reagieren. Der Austausch und Einsatz der Arbeitskräfte sind innerhalb der Gemeinschaft zwischen allen Betriebsstätten nach Erfordernis möglich und ausdrücklich gewünscht.

 

Die Frage des Urlaubes und der Krankheitstage soll an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Das wird die Gemeinschaft unter konkreten Bedingungen beschließen. Die Arbeitsleistung wird nach Stundenlohn bezahlt. Einen Mindestlohn wird es als solchen in der Gemeinschaft nicht geben. Die Höhe des Stundenlohnes kann nur in einer Spanne prognostiziert werden, und ist eher spekulativ. Die Gemeinschaft wird einvernehmlich und transparent darüber zu befinden haben.

 

Wir stellen uns einen Stundenlohn von ca. 15 € bis 30 € vor. Da es keine Berufe in dem Sinne geben wird, sondern Tätigkeiten, sind die Stundenlöhne an die Tätigkeit und nicht an die (natürliche) Person gebunden. Für jeden Tätigen wird ein Stundenkonto geführt. Für die zulässigen Abweichungen zur Sollarbeitszeit wird es Grenzwerte geben. Darüberhinausgehende Mehrarbeit wird monatlich bezahlt. Überstundenzuschläge wird es nicht geben, um keine ungewollten Anreize zu schaffen. Zum Jahresende oder einem anderen sinnvollen Zeitpunkt wird das Stundenkonto mittels Zahlung ausgeglichen.

 

Das alles wird möglich, weil alle Einwohner und alle Betriebsstätten Teil der Gemeinschaft sind. Qualifikationsdefizite werden durch die Gemeinschaft mittels Qualifizierung geeigneter Einwohner ausgeglichen. Bei einem Bedarf von Spezialisten, die nicht aus der Gemeinschaft heraus zur Verfügung stehen, besteht die Möglichkeit des externen Zukaufes der Leistung oder der Zuzug.

 

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