Der Umweltschutz

 

 

Umweltschutz, einer der wichtigsten Bereiche, welcher in der Dorfgemeinschaft eine maßgebliche Stellung einnehmen wird. Hier ist der Begriff Umweltschutz (umgangssprachlich auch Ökologie) deshalb so wichtig, da es nicht zuletzt darum geht, die Gesundheit des Menschen und der Natur zu erhalten. Umweltschutz umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die natürliche Umwelt der Menschen erhalten bleibt, dass Boden, Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere geschützt werden.

 

Wenn wir die Natur schützen, schützen wir damit auch unser eigenes Überleben. Fehlende Naturressourcen, etwa Trinkwasserknappheit, begünstigen Krisen und Kriege. Und schon kleinste Veränderungen im Ökosystem können große Auswirkungen haben. Im Vordergrund steht dabei die Umweltbelastung durch Abfälle und Emissionen.

 

Der Schutz der Umwelt ist notwendig, um den Nachfolgegenerationen die Umwelt zu erhalten, wie sie ist – oder besser: Alte Fehler wiedergutzumachen und die Umwelt so zu gestalten, dass die Menschen im Einklang mit der Natur leben können. Mit kleinen und großen Veränderungen können wir, die Dorfgemeinschaft, nicht nur unsere eigenen Fußabdrücke reduzieren, sondern auch klare Zeichen setzen. Dies setzen wir insoweit um, nur Öko-Strom einzusetzen. Die erforderlichen Technologien stellen wir in der EfG-Betriebsstätte her und versorgen mit diesen Produkten die gesamte Dorfgemeinschaft und aller ihr zugehörigen Betriebseinrichtungen. Diesen Öko-Strom dann auch noch in Nachbar-Gemeinden zu liefern stellt für uns kein Problem dar, soweit die Finanzierung der Versorgungsleitungen gesichert ist.

 

Biolebensmittel sind meistens nicht nur gesünder, weil sie weniger Schadstoffe enthalten, sondern ihr Anbau schont zugleich Umwelt und Klima. Nach ihnen brauchen die Bewohner unseres humanitären Dorfes nicht zu suchen, denn der Anbau wird bei den Bauernhöfen, den Gärtnereien und selbst im privaten Anbau nur noch auf biologischer Basis stattfinden. Pestizide in jedweder Form finden bei uns keinen Platz.

 

Plastik ist das Allround-Material schlechthin und wird daher massenhaft verwendet. Doch die so beliebte Haltbarkeit des Materials ist gleichzeitig auch sein Nachteil: Wir werden es kaum wieder los. Schon jetzt findet es sich überall – auf Straßen, in Flüssen, am Strand, in Kosmetika, im Abwasser, in unserer Kleidung, sogar in der Luft wurde Plastik bereits nachgewiesen.  Nahezu jeder Kunststoff besteht aus fossilen Brennstoffen – und in jeder Phase seines Lebenszyklusses emittiert Plastik Treibhausgase. Wir werden unsere Dorfbewohner in immerwährenden Seminaren anhalten, Plastik so weit wie irgend möglich zu vermeiden und dessen Gebrauch zu reduzieren. Wir selbst sehen in dieser Problematik derzeit noch keine Chance diesen für die Menschheit und Natur schädlichen Stoff in unserem Dorf komplett zu eliminieren. Wir werden jedoch im Rahmen unserer Möglichkeiten den Einsatz von Kunststoff als Verpackung und dessen Verbreitung weitestgehend reduzieren. Es gibt weltweit bereits Lösungsansätze dafür, die wir dann gerne in unser Dorf implementieren.

 

Für jedes neue Gerät, Kleidungsstück oder Accessoire sind Ressourcen nötig – und deren Gewinnung und Produktion ist auch immer mit Emissionen verbunden. Daher werden wir innerhalb der Gemeinschaft besondere Achtsamkeit auf bewusstes Konsumieren legen.

 

Geteilte Autos, getauschte Kleider, geliehene Werkzeuge – Dinge gemeinschaftlich zu nutzen, ist eine gute Strategie für einen kleinen ökologischen Fußabdruck. So ist u.a. angedacht, einen kleinen Fuhrpark durch unsere Gemeinschaft anzuschaffen, der den Bewohnern zur Verfügung steht. Diese Fahrzeuge werden unter ökologischen Gesichtspunkten angeschafft. Das Ergebnis unserer Strategie soll bewirken, dass sich ein Großteil unserer Dorfbewohner vom eigenen Auto verabschiedet.

 

Kommen wir zur Datenübertragung, die im weiten Sinne ebenfalls als Umweltverschmutzung verteufelt wird. Jede Suchanfrage, die wir in die Tasten tippen, jede Mail, die wir aussenden oder empfangen und jedes Lied, das wir streamen, sorgt für CO2-Emissionen. Für diesen Datenverkehr ist Energie nötig - und davon nicht wenig. Diese Energie wurde bisher zum größten Teil aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Wir sind zukünftig somit in der glücklichen Situation auf diese umweltschädlichen Brennstoffe komplett verzichten zu können. Zeit also, das Problem bei der Wurzel zu packen, was wir mit unserer EfG-Produktionsstätte schon getan haben.

 

Da der Strom in naher Zukunft ökologisch und nachhaltig ohne eine Umweltverschmutzung einhergeht, können wir unsere Mitbewohner im Dorf anregen, E-Scooter, E-Roller, E-Bikes oder was auch immer noch kommen mag mehr zu nutzen als ein Auto mit Verbrennungsmotor im alten Sinne. Weiter wird im Bewusstsein des Klimaschutzes das manuell betriebene Fahrrad wieder eine Renaissance erleben.  Der Antrieb per Muskelkraft sollte immer die Nase vorn haben. Insofern gedenken wir das gesamte Dorf mit einer beruhigten Verkehrszone zu versehen.

 

Schon lange ist bekannt, wie wichtig Wälder sowohl für das Mikroklima einzelner Regionen als auch das Klima der Erde insgesamt sind. Denn sie „ernähren“ sich von CO2 und wandeln CO2 in für uns überlebenswichtigen Sauerstoff um.  Wir werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit operieren. Gerade beim Holz achten wir in den unserem Dorf zugehörigen Wäldern strengstens darauf, dass nur so viel Holz eingeschlagen werden darf, wie tatsächlich nachwächst.

 

Ob Auto, Wohnung oder Kleidung – wer mit anderen teilt oder etwas weitergibt, verhält sich nachhaltig. Denn so muss weniger produziert und angebaut werden. Das spart Rohstoffe und andere Ressourcen ein. Deshalb wird es sinnvoll sein in unserem Dorf eine Möglichkeit für den Handel mit gebrauchten Gütern zu schaffen.

 

Wir sind weiter bestrebt Fähigkeiten unserer Mitbewohner einzubringen. Die einen haben was – zum Beispiel Zeit und Lebenserfahrung. Die anderen brauchen was – zum Beispiel Hilfe beim Lernen. Unsere Rentner werden den Mädchen und Knaben helfen. Die Ressourcen der Älteren werden genutzt, die junge Generation hat was davon. Auch das ist nachhaltig.

 

Noch ein Wort zur Verwertung von Altcontainern:

 

Da zukünftig der globale Transport reduziert werden soll, werden Millionen von Containern nicht mehr gebraucht. Diese werden dann in riesigen Arealen stehen und im Laufe der Jahre rosten. Sie werden aber auch die saubere Optik unserer Erde verschandeln.

 

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, diese gebrauchten Container einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen. Container werden in Wohnhäuser gewandelt (siehe Die Bebauung / Baustil). Die Vorteile sind für uns entscheidende Kriterien, die hier zu dieser Entscheidung geführt haben. Zum einen wird hier der Containerschrott sinnvoll vermieden, was auch zum Thema Umweltschutz gehört und zum anderen schaffen wir damit günstigen Wohnraum. Es wird jedem Bewohner freigestellt sein, sich für ein individuell gestaltetes Containerhaus zu entscheiden.

 

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass auch in unserer Schule (siehe Bildungssystem) der Umweltschutz eine große Rolle spielen wird. Unsere Kinder werden dadurch sehr früh und zielgerichtet auf Strategien hingewiesen, die den Umweltschutz fördern. Die Kinder können in Eigenverantwortung Arbeitsgruppen bilden und Vorschläge zur Verbesserung vorlegen, die von den Bewohnern, soweit machbar, wohlwollend angenommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So könnte die Wiederverwertung von alten Containern aussehen.