Horst Kirsten

 

Am 30.07. des Jahres 1952 erblickte ich das Licht der Welt. Meine Eltern waren einfache ehrliche Menschen, die trotz der damals einhergehenden Armut es mir an nichts fehlen ließen. Mein Vater musste während des Krieges seine Ausbildung zum Tischler abbrechen und arbeitete daraufhin in der Landwirtschaft, um das Geld zu verdienen, womit er seine Familie durchbringen konnte.

 

Er besaß keinen eigenen Bauernhof, sodass er als Angestellter auf größeren Höfen beschäftigt war. Von Boppard, meiner Geburtsstadt zogen wir in die Nähe Saarbrückens, da er dort für einige Jahre in der Landwirtschaft eine Anstellung fand.

 

Ich kann mich noch erinnern, dass wir dann am Ende in der Nähe Heidelbergs auf einem Hofgut wohnten, welches einem Grafen gehörte. Mein Vater hatte dort ca. 100 ha Land zu bearbeiten und der Verwalter des Gutes war mit der Zucht von Reitpferden beschäftigt. In der Zwischenzeit, ich war bereits 8 Jahre alt, sorgten meine Eltern dafür, dass ich noch zwei Geschwister bekam.

 

Auch wenn wir in der Schule gehänselt wurden, weil wir nicht im Dorf, sondern auf einem Bauernhof wohnten, so kann ich heute sagen, dass einem Kind nichts Besseres passieren kann, als in der Freiheit, in der Natur groß zu werden. Wir tollten den ganzen Tag herum und es gab nichts, was uns die Lebensfreude hätte nehmen können. In der ersten Zeit konnten sich meine Eltern noch kein Auto leisten. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass wir oft Reisen mit Vaters Motorrad unternahmen. Nach der Geburt meiner Schwester im Jahre 1954 schafften sich meine Eltern ein Motorrad mit Beiwagen an. Mein Vater fuhr, meine Mutter saß hinter ihm und klammerte sich an seinem Körper fest, ich hatte den Vorzug im Beiwagen Platz zu nehmen, musste allerdings immer meine Füße einziehen, weil meine Schwester im Fußraum des Beiwagens in einem Körbchen lag. Da meine Mutter 13 und mein Vater 7 Geschwister hatten, war stets Verwandtenbesuch angesagt, sobald es die Hofarbeit zuließ. Für mich kamen diese Reisen einem Abenteuer gleich. Als mein Bruder im Jahre 1958 geboren wurde, stand plötzlich das erste Auto vor der Tür. Es war ein blauer gebrauchter Käfer mit einem ovalen kleinen Heckfenster.

 

Dieses Auto war der Stolz der gesamten Familie. Mein Vater ließ es sich nicht nehmen, dieses Auto so oft wie möglich zu putzen und Reisen wurden immer wieder aufs Neue geplant. Wir saßen oft am Küchentisch und beugten uns über die Landkarten, die sich mein Vater im Laufe der Zeit angeschafft hatte. Eine Strecke von Heidelberg nach Boppard erschien mir damals als Kind fast wie eine Weltreise, obwohl es gerade mal knapp 200 km sind. Gepäck konnten wir auch nicht allzu viel mitnehmen, da der Kofferraum in diesem Fahrzeug sehr knapp bemessen war.

 

Mit dieser Erzählung will ich zum Ausdruck bringen, wie mich die Kindheit geprägt hat. Damals konnte ich schon aus finanziellen Gründen das weit entfernte Gymnasium nicht besuchen. Heute bin ich davon überzeugt, dass dies letzten Endes ein Vorteil für mich war. Ich kann somit sagen, dass das System mich nur während der Hauptschulzeit geprägt und indoktriniert hat. Somit konnte ich mich wahrscheinlich mehr als viele andere frei entfalten. Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich schon in jungen Jahren zum Visionär wurde.

 

Nach meiner Lehrzeit als Einzelhandelskaufmann bildete ich mich weiter und beherrschte am Ende auch den kaufmännischen Bereich in der Industrie. Mein Berufsweg war dank meiner Einstellung von Erfolg gekrönt. So habe ich mich stets weiter nach oben bewegt. Lange Zeit war ich in der Finanzdienstleistungsbranche tätig und habe u.a. auch bundesweite Vertriebe aufgebaut, nicht zuletzt auch in der Zielgruppe der akademischen Heilberufe. Den größten Teil meines Berufslebens habe ich in der Selbständigkeit verbracht, um unabhängig zu sein. Verkauft habe ich immer nur Produkte, die ich mit mir selbst in Einklang bringen konnte. Das wurde mir allerdings öfter zum Verhängnis, was mich aber nicht davon abhielt meine Visionen bzgl. einer besseren und gerechteren Welt weiter zu verfolgen.

 

In der Folge war ich als Bauträger in der Immobilienbranche tätig. Hier konnte ich mein Ansinnen auf eine bessere Wohngemeinschaft verwirklichen. Als ich dann erkannte (nachdem ich mich auch mit der Technologie der Energieerzeugung befasste), dass es hier immense Potenziale gibt, die der Menschheit weiterhilft, musste ich das Rad nicht neu erfinden. Vielmehr ging es mir darum, bestehende aber vom System unterdrückte Technologien den Verbrauchern nahe zu bringen. So schuf ich mit einem hoch motivierten Team die „GFE – Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien“.

 

Das war allerdings im derzeit noch existierenden politischen System nicht gewollt und so kam was kommen musste. Die Medien und nicht zuletzt die sogenannte Justiz der BRD haben hier ganze Arbeit geleistet.

 

Unsere Firma hatte den Sitz in Nürnberg/Germany und Herisau/Switzerland. Im Jahr 2009 gründeten wir diese Firma mit dem Plan, umweltfreundliche und effiziente Blockheizkraftwerke im Freistaat Bayern herzustellen. Diese Blockheizkraftwerke zeichneten sich dadurch aus, dass sie damals mit 75% Wasser und 25% Rapsöl betrieben wurden. Dies hätte eine Energie-Revolution ausgelöst, denn es war ein Revival des traditionellen, altbewährten Dieselmotors in Blockheizkraftwerken. Wir hatten niemals irgendwelche Befürchtungen, unser Produkt würde prüfenden Fachleuten nicht Stand halten. Außerdem sorgten wir selbst für Prüfberichte der DEKRA und des TÜV, deren Dokumente heute noch einzusehen sind.

 

Im Laufe des Jahres 2010 generierten wir mit unserem Produkt und dem dazu passenden Konzept ein Bestellvolumen von ca. einer halben Milliarde Euro, wovon wir allerdings nur ca. 60 Millionen Euro annahmen, da zu diesem Zeitpunkt unsere Produktionskapazitäten noch nicht ausreichten. Es war nicht unbedingt ein Produkt, welches bei unseren Mitbewerbern begrüßt wurde – um es vorsichtig auszudrücken. Kaufangebote für die Firma und Drohungen erhielt ich schon damals, ließ mich aber nicht in dem Gedanken beirren, den Menschen diese Technologien zugutekommen zu lassen.

 

Am 30.11.2010 stürmte die Staatsanwaltschaft nur aufgrund von Vermutungen und durch Mithilfe der BRD-Polizei mit mehr als 150 Einsatzkräften die Firma und mehrere Wohnungen in Bayern und Baden-Württemberg. Der Vorwurf: bandenmäßiger Betrug – und dass, obwohl es nachweislich keinen einzigen Geschädigten gab. Mehrere Führungskräfte einschließlich meiner Person (und meiner damaligen Ehefrau) wurden mit Handschellen abgeführt und in U-Haft verbracht. Ich glaubte damals, dass sich dieser Irrtum schnell auflösen würde. Dem war leider nicht so, trotz aller Beweise, die schon damals existierten und der Staatsanwaltschaft vorlagen. Nach langen 665 Tagen in U-Haft, wurde der Prozess vor dem Landgericht eröffnet.

 

Dieser Prozess erstreckte sich über 94 Verhandlungstage und endete im Februar 2014. Der Prozess selbst war eine Farce und eines Rechtsstaates nicht würdig. Ungerechtfertigter Weise wurden seitens der Richterschaft im historischen Gerichtssaal 600 (Nazi-Prozesse) Haftstrafen von mehr als 50 Jahren ausgesprochen, wovon 9 Jahre Haft auf mich fielen. 

 

Im Übrigen wurden durch dieses Fehlurteil tausende Menschen geschädigt, die zum großen Teil ihre Existenz verloren haben. Selbst mehrere Suizide aus Verzweiflung sind zu verzeichnen. Entlastende Beweise wurden von der Gerichtsbarkeit in keinster Weise akzeptiert. Die Richter beauftragen sogar einen Gutachter, der ein BHKW prüfte, welches mit unserer damaligen angewandten Technologie rein gar nichts zu tun hatte. Genau hinter diesem nicht aussagefähigem Gutachten versteckte sich nun die Richterschaft und sprach Urteile aus, die jedermann an diesem Rechtsstaat zweifeln lassen, einschließlich meiner Person.

 

Ich erhielt meine Freiheit nach 2187 Tagen am 25.11.2016 wieder. Mein einziges Ansinnen, war es dann, der Öffentlichkeit den Nachweis der Unschuld aller Verurteilten zu erbringen. Als dann das Landgericht im Januar 2019 einen erneuten Prozess gegen weitere 11 meiner damaligen Direktoren eröffnete, war die Zeit gekommen, um endlich zu handeln. Nachdem alle aus der alten GFE-Geschäftstätigkeit vorhandenen BHKW auf illegale Weise entfernt, veräußert, gestohlen und/oder vernichtet wurden, konnten wir aus dem Altbestand eines unserer Kunden noch 2 alte verrostete BHKW sicherstellen. Diese wurden von uns auseinandergebaut, gereinigt und repariert und dann zu einem funktionstüchtigen BHKW wieder zusammengebaut.

 

Wir stellten es wie damals auf Wasserbetrieb um und erzielten damit einen noch besseren Wert als im Jahr 2010. So konnten wir nun mit einem Anteil von 80% Wasser und 20% Rapsöl das BHKW betreiben. Eigenartigerweise, als unser Motorenentwickler vor dem erneuten Prozess als Zeuge auf diesen nun wieder existierenden Motor (BHKW) hinwies, wurde seitens der Richterschaft das Verfahren gegen alle im Prozess Verbliebenen innerhalb einer Woche eingestellt. Die Gefahr für den vorsitzenden Richter und die Staatsanwaltschaft war wohl doch zu groß, dieses BHKW als Beweis in den Prozess einzuführen. Immerhin hätten dann alle sogenannten Staatsbediensteten zugeben müssen, im ersten Prozess Fehlurteile zugelassen zu haben.

 

In der Zwischenzeit haben wir dieses BHKW bereits mehrfach öffentlich und medienwirksam vorgestellt und legten größten Wert darauf, dieses BHKW nur von Fachleuten, wie Professoren verschiedener Fakultäten, anderweitigen Gerichtsgutachtern und dergleichen prüfen zu lassen.

 

Uns liegen zwischenzeitlich alle Beweise vor – von diversen Gutachten bis hin zu Foto- und Filmmaterial, sowie das BHKW selbst. Es besteht insofern kein Zweifel mehr daran, dass das Landgericht im erstgenannten Prozess bewusst ein Fehlurteil fällte, da der Schaden, der durch einen Freispruch entstanden wäre, sich bereits zu diesem Zeitpunkt im Milliardenbereich befand.

 

Es sei noch erwähnt, dass es die bayerische Justiz geschafft hat, uns und insbesondere mich völlig mittellos gemacht zu haben. Die Sozialhilfe ist derzeit das Einzige, was mein (Über-)Leben garantiert. Ich sehe das als einen Plan, der dazu führen sollte, mich auf Lebenszeit in Bezug auf “Einforderung der Gerechtigkeit” handlungsunfähig zu machen. Das heutige politische System begeht unzählige Straftaten und Verbrechen an den Menschen, die sie Personal nennen und werfen diese, weil sie nicht in ihr System passen, ohne Schuld in Psychiatrien und Gefängnisse.

 

Insofern habe ich es mir nicht nehmen lassen, bei den Alliierten Strafanzeige zu erstatten, die mit einer Schadenersatzklage von ca. 1,3 Milliarden einhergeht.

 

Aber auch diese Episode meines Lebens ist nicht verloren. Vielmehr habe ich, nachdem ich alles verlor was mir lieb und teuer war, mich wieder an ein Leben in Armut gewöhnt. Ich erkannte, dass ich nach wie vor von Visionen geprägt bin und habe niemals meine innere Mitte verloren.

 

Nach wie vor bin ich an allen Herausforderungen interessiert,

die den Menschen nur das bringen, was sie sich im Innersten wünschen.

 

Zurück zu meinen Wurzeln – zum blauen Käfer. Das war die Zeit, in der ich mich frei fühlte.

 

 

 

 

 

 

Zum Fall der GFE habe ich ein Buch geschrieben:

 

www.horstkirsten.de